Schlittschuhlaufen gegen Rechts

Erinnert sich noch jemand an das "Hotel am Stadtpark" in Delmenhorst?

Macht nichts.

Das Symbol des erfolgreichen Kampfs der Delmenhorster gegen Rechts ist ohnehin seit März 2009 abgerissen, auf der Baulücke ist inzwischen eine grüne Wiese gewachsen – und in Delmenhorst eine so umtriebige* wie gewaltbereite rechtsextreme Szene.

Was bloß aus der Hotel-Brache werden soll, das ist in Delmenhorst inzwischen ein traditionsreiches Diskussionsthema. Der neuste Vorschlag kommt von der Wählergemeinschaft "Neue Wege": Im Winter solle man das Wiesengrundstück mit Wasser aus der Delme fluten und den Bürgern zum kostenlosen Schlittschuhlaufen zur Verfügung zu stellen, berichtet der "Weser-Kurier".

P.S.: Die offiziellen Planungen der Stadt sehen vor, auf dem Areal eines Tages ein "Atriumhaus" mit Eigentumswohnungen "für höchste Nutzungsansprüche" zu errichten. Eine Idee, die längst nicht alle in der Stadt begeistert. Schließlich hatten viele davon geträumt, das Hotel – quasi als Dankeschön – für die Delmenhorster nutzbar zu machen. Hatte die Stadt das Gebäude doch mit  945.000 Euro Spenden aus der Bevölkerung erworben, als der Besitzer drohte, es an den Rechtsextremisten Jürgen Rieger zu verkaufen.

Die teure Aktion brachte den Delmenhorstern Bewunderung in aller Welt ein – und sollte verhindern, dass Delmenhorst zum Tummelplatz für Neonazis wird. Eine Rechnung, die nicht aufgegangen ist.
 

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