Archiv der Kategorie: Facebook & Co

Social Networks und andere Sachen im Internet

Kurz verlinkt: "HAZ" vom 03.02.2011

Nicht nur Internet-Communitys wie NB-Town.de und all die anderen (Facebook, Studi-, Schüler-, MeinVZ, Wer kennt wen, Lokalisten, Jappy, Kwick) haben ja ein Problem mit rechtsextremen Nutzern und Inhalten, sondern offenbar auch Apples iTunes und Amazon.

So habe das LKA Niedersachsen nun Ermittlungen gegen die beiden Unternehmen eingeleitet, weil sie in der vergangenen Woche das "Horst-Wessel-Lied" zum Download angeboten hatten, obwohl es doch in Deutschland verboten und sein Verkauf strafbar ist. Das jedenfalls berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung", die bereits Ende Januar auf die Problematik hingewiesen hatte.

Laut "HAZ" haben die Unternehmen inzwischen reagiert die fraglichen Downloads entfernt. Mit anderen Worten: Kaufen kann man das Lied nun also bis auf Weiteres bei iTunes und bei Amazon nicht mehr, nur noch, ähm…

… in diversen Fassungen (siehe Screenshots) kostenlos auf YouTube anhören und herunterladen

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"Heile Welten" in der "taz"

In der Wochenendbeilage der heutigen "taz" ist (stark gekürzt und leicht aktualisiert) ein Vorabdruck des Kapitels "Neonazis zum Anklicken" aus unserem Buch:

sonntaz vom 22.01.2010

Es geht darin um Katzowpaule alias Bananensaft und andere rechtsextreme Nutzer in sozialen Netzwerken. Zu Katzowpaule gibt es hier demnächst vermutlich noch mehr zu erzählen. Aber weil es in unserem Text eher nebenbei auch um die Internet-Kontrolleure von jugendschutz.net geht und jugendschutz.net mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung die Broschüre "Klickt's? Geh Nazis nicht ins Netz!" herausgebracht hat, "um 12- bis 15-Jährige über rechtsextreme Internet-Propaganda aufzuklären", nutzen wir die Gelegenheit und dokumentieren hier in Wort und Bild schnell mal unsere Lieblingsstelle aus der Broschüre.

Der 14-jährige "Karim" nämlich ("Findet cool: chatten, Rapper, Pizza. Ist genervt von: Ausländerwitzen, Popmusik, CousCous.") war zusammen mit einem Freund im Internet, um "mit Girls" zu chatten, wurde aber stattdessen von einem mutmaßlich rechtsextremen Nutzer namens "Arier18" "voll angemacht". Die beiden Jungs daraufhin sind "total geschockt" (siehe links) — und reden mit Karims Mutter darüber.

Anschließend heißt es in der "Klickt's"-Broschüre:

"Danach hat meine Mutter bei unserer Nachbarin Frau Schulz geklingelt. Die ist bei der Polizei und hat ziemlich viel Ahnung, was man alles darf und was verboten ist. Der haben wir die ganze Geschichte erzählt und dass wir jetzt gar nicht wissen, was wir machen sollen. Sie ist dann mit uns rüber gegangen und wir haben ihr den Chat gezeigt, in dem das passiert ist. Dann haben wir gemerkt, dass sie auch total viel weiß über die Neonazis und sie hat uns erklärt, warum die das machen und wie das mit den Gesetzen ist (…)."

Im Buch schreiben wir: Womöglich ist das zielgruppengerecht. Aber sicher sind wir uns immer noch nicht.

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Kurz verlinkt: "Tagesspiegel" vom 22.12.2010

Nachdem das BKA bereits Anfang November über "bundesweite Durchsuchungen bei Betreibern des rechtsextremen Internet-Radios 'Widerstand-Radio'"* informiert hatte, zieht nun der "Tagesspiegel" mit einem Hintergrundstück nach und schreibt u.a.:

(…) Unbemerkt oder ignoriert von vielen Internetnutzern haben sich rechtsextreme Online-Radios etabliert. (…) Seit fünf Jahren, sagen Sicherheitsexperten, sei bei braunen Internetradios "ein steigender Trend bezüglich Quantität und Qualität" zu erkennen. (…) Rechtsextremisten nutzen mit dem Internet alle Wege der modernen Kommunikation. Neben sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube oder LastFM spielen eigene Netzwerk-Plattformen und darunter gerade auch die Internetradios eine wichtige Rolle für die Verbreitung brauner Propaganda. (…)

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