Pressestimmen

Deutschlandradio Kultur:

Statt inflationär stimulierter Empörung — die sich schnell abnutzen würde — bietet [das] Buch konturenstarke Innenansichten der völkisch-nordischen "heilen Welt" (…). Zwei in der Recherche mutige, im Tonfall maßvolle Journalisten haben ein "lesensnotwendiges" Sachbuch geschrieben.

Deutschlandfunk:

In ihren Texten halten sich Astrid Geisler und Christoph Schultheis mit Meinungsbekundungen zurück. Sie verzichten auf erhobene Zeigefinger und setzen der hysterischen Medienberichterstattung, der sie sich in einem Kapitel ausführlich widmen, auf angenehme Weise Gelassenheit entgegen. Wichtiger als der schlagzeilenträchtige Skandal ist es dort hinzuschauen, wo unsere Welt in doppeltem Sinne "heil" ist, rechtes Denken also längst zum Alltag gehört. Das ist die Botschaft dieses lesenswerten Buches.

"Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 5.3.2011:

Astrid Geisler und Christoph Schultheis ziehen bei ihren Erkundungen des rechten Alltags in Deutschland den genauen Blick der schnellen Skandalisierung vor. (…)

[D]ie Frage, ob da rechts der CDU in Deutschland noch etwas kommt, treibt wohl manche um, an die dieses Buch sich richtet: eine Leserschaft, die einen Blick auf den rechten Rand der Gesellschaft werfen möchte, um dieses Terrain kennenzulernen. Und diesen Zweck erfüllt das gut lesbare Buch.

Astrid Geisler und Christoph Schultheis erweisen sich in ihm als ideales Autorenduo: Denn sie reihen keine vermeintlichen Aufreger aneinander, wie sie üblicherweise die Reflexe der Berichterstattung auslösen. Im Gegenteil, in ihrem Buch steckt eine fundierte Medienkritik, die das Prinzip des "kalkulierten Skandals" entlarvt, mit dem Rechtsextremisten in die Schlagzeilen drängen. Sie liefern dafür, was ihrer Meinung nach in der öffentlichen Debatte über die extreme Rechte fehlt: Einsichten.

Hessischer Rundfunk (hr2):

In Deutschland stehe bei der Berichterstattung über Rechtsextremismus oft ein Skandal im Mittelpunkt, doch selten werde rechte Gesinnung im ganz normalen Alltag von Presse und Medien beobachtet. Das war der Ausgangspunkt der beiden Journalisten, die an neuen Orten in der Bundesrepublik eine erschreckende Normalität rechter Gesinnung aufgespürt haben. (…) Eine Sammlung von Reportagen, die einem die Nackenhaare nach oben treibt.

Netz-gegen-Nazis.de:

Die beiden Journalisten Astrid Geisler und Christoph Schultheis haben sich in ihrem Buch "Heile Welten. Rechter Alltag in Deutschland" die Zeit genommen, die im Redaktionsalltag fehlt, und ein Lesebuch zum rechtsextremen Alltag verfasst. Sie haben sich interessante Geschichten der letzten Jahre vorgenommen und erzählen sie im Buch im Reportage-Stil, spannend und ausführlich, ergänzt durch weitergehende Recherchen. (…) Es gehört zur Stärke des Buches, dass das Autorenteam sich oft vor Ort umschaut, beobachtet und beschreibt, wie es den Menschen dort geht und wie sie agieren, die Nicht-Rechten, aber auch die Rechten. (…) Was Astrid Geislers und Christoph Schultheis' Buch besonders macht, ist weniger spektakulär neuer Inhalt als die gute Lesbarkeit und der ruhige Ton, mit dem das Autorenteam sich seinem Thema nähert. So ist es gerade für Menschen geeignet, die sich erstmals näher mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen möchten.

"mittelhessen.de":

"Heile Welten" (…) warnt davor, sich vom biederen und anständigen Auftreten der neuen Rechtsaußen täuschen zu lassen (…). Geisler und Schultheis machen das Grauen von nebenan sichtbar, wägen aber bedächtig ab, so dass man nicht in Versuchung kommt, den netten Nachbarn von vornherein unter Generalverdacht zu stellen (…), und schildern in neun beklemmenden Reportagen, wie schmal der Grat zwischen tatsächlicher und vorgespielter Gutbürgerlichkeit ist.

"Jüdische Allgemeine" (10/2011):

Die für ihre publizistische Aufklärungsarbeit vielfach ausgezeichneten Berliner Journalisten Astrid Geisler ("taz") und Christoph Schultheis ("taz", "BILDblog.de") haben in ihrem mit wachsendem Unbehagen zu lesenden neuen Buch "Heile Welten. Rechter Alltag in Deutschland" zahlreiche unterschiedliche Spuren rechten Gedankenguts in unserer Gesellschaft fernab der großen Schlagzeilen verfolgt (…). Am Ende ihrer hochinformativen Recherchen kommen wir mit den beiden Autoren zu der ernüchternden Diagnose: "Was rechtsextrem genannt wird, entsteht ganz offensichtlich auch mitten unter uns (…)." Was die beiden Journalisten in ihren hochgradig konzentriert, scharfsinnig und pointiert vorgetragenen Reportagen zu Tage fördern, ist mitunter absurd, lächerlich, zum Teil sogar komisch – aber es ist die erschreckende Realität einer Parallelwelt, die in zunehmendem Maße salonfähig zu werden droht. Ein ausgesprochen wichtiges Buch, das mehr über Deutschland auszusagen scheint als manch andere ambitionierte Analyse, das unsere Sinne schärft und uns mit Nachdruck dazu auffordert, genauer hinzuschauen, hinzuhören und uns einzumischen.

Außerdem:

Vorabdruck auf ZEITonline

Vorabdruck in der taz

Interview auf Spiegel-Online

NDR-Beitrag zum Buch
 

  • Eine kurze Erklärung, warum es diese Website gibt, finden Sie hier.

 

Astrid Geisler
Christoph Schultheis
Heile Welten
Rechter Alltag in Deutschland

224 Seiten. Klappenbroschur
€ 15,90 [D] / sFR 23,90 [CH] / € 16,40 [A]
(ISBN 978-3-446-23578-6)
Auch als E-Book (978-3-446-23699-8, € 11,99 [D]) erhältlich.
© Carl Hanser Verlag München
 
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