Über das Buch

Vorschautext des Carl Hanser Verlags:

Die extreme Rechte hat ein unbekanntes Gesicht: bieder und anständig. Astrid Geisler und Christoph Schultheis erforschen den unscheinbaren rechten Alltag in Deutschland, dessen Protagonisten unsere Gesellschaft vielfältig bedrohen.

Sie sitzen im Elternbeirat und helfen Nachbarn, den Hartz IV-Antrag auszufüllen, sie kaufen bewusst Gemüse aus der Region und nennen ihren Sohn Siegfried. Rechte Nachbarn erkennt man nicht an Springerstiefeln und kahl rasierten Schädeln. Ganz unauffällig hat sich in ganz Deutschland eine Subkultur etabliert, die sich nach außen bürgerlich gibt, tatsächlich aber für eine rassistische und demokratiefeindliche Gesellschaft kämpft.

Astrid Geisler und Christoph Schultheis haben in dieser Szene recherchiert, vom armen Nordosten bis in den reichen Süden. Sie lernten soziale Verlierer, wohlsituierte Bürger und esoterische Exzentriker kennen, die zusammen eine rechte Parallelgesellschaft bilden. Immer öfter gelingt es ihnen, Anhänger zu gewinnen, die sich von den demokratischen Politikern im Stich gelassen fühlen: in ihrer Sorge um den Arbeitsplatz, in ihren Furcht vor der Globalisierung, in ihren Ressentiments gegenüber Migranten. Dieser rechte Alltag gibt sich unauffällig. Umso mehr muss er als Bedrohung unserer Freiheit endlich ernst genommen werden.

 

Astrid Geisler
Christoph Schultheis
Heile Welten
Rechter Alltag in Deutschland

224 Seiten. Klappenbroschur
€ 15,90 [D] / sFR 23,90 [CH] / € 16,40 [A]
(ISBN 978-3-446-23578-6)
Auch als E-Book (978-3-446-23699-8, € 11,99 [D]) erhältlich.
© Carl Hanser Verlag München
 
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